Intestinales Mikrobiom als Schlüsselfaktor der Tiergesundheit

Vorhabenlaufzeit 10.2018 - 09.2020

Bei lebensmittelliefernden Tieren besteht ein dringender Bedarf an integrierten Prophylaxe- und Behandlungskonzepten zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes. In diesem Projekt soll die Gesundheit von Nutztieren durch die synergistische Kombination von bestandsspezifischen Impfstoffen sowie Prä- und Probiotika verbessert werden. Ziel ist die positive Beeinflussung des intestinalen Mikrobioms in Hinsicht auf eine verbesserte Tiergesundheit. Dazu wird die intestinale Mikrobiota von Schweinen und Geflügel gesunder Tierbestände und solcher mit Gesundheitsproblemen vergleichend mittels 16S-rDNA- und Total-Metagenom-Analysen, durch mikrobielle Kultivierung und mit MALDI-TOF MS untersucht. Diese Daten dienen zur differenzierten bestandsspezifischen Charakterisierung der Darmmikrobiota und zum Monitoring von Veränderungen des Mikrobioms nach Intervention. Dies ermöglicht die Entwicklung einer optimalen Prophylaxe-Strategie gegen Infektionskrankheiten. Die Bündelung der Expertisen der Partner in den unterschiedlichen Projekt-Bereichen bietet beste Voraussetzungen für das Erreichen der Projektziele.

Das Projekt unterstützt die Forschungsziele von InfectControl 2020, insbesondere durch Entwicklung neuer Antiinfektionsstrategien, Reduktion der Ausbreitung neuer multiresistenter Keime durch reduzierten Einsatz von Antibiotika und durch Entwicklung von Strategien zum verantwortungsbewussten Umgang mit antimikrobiellen Substanzen.

Beteiligte Partner

  • Freie Universität Berlin
  • RIPAC-LABOR GmbH