InfectControl-Expertisen helfen bei der Bekämpfung von COVID-19

– Ein Netzwerk, das sich auszahlt –

Das InfectControl-Netzwerk der Innovationsstandorte

 

„Von neuen oder resistenten Krankheitserregern und ihrer zunehmenden globalen Verbreitung geht eine rasant wachsende Gefahr aus“ – Dies ist der Grund, warum der Forschungsverbund InfectControl ins Leben gerufen wurde. Die Bedeutung dieser Aussage bekommen wir aktuell mit aller Härte zu spüren. 

InfectControl ist ein deutschlandweit vernetzter Forschungsverbund mit fünf starken Innovationsstandorten - Berlin, Braunschweig, Greifswald, Jena und Würzburg. Gemeinsam entwickeln Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in interdisziplinären Teams neue Strategien und Konzepte, um Infektionen langfristig zu bekämpfen, die Verbreitung von Infektionserreger einzudämmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit antimikrobiellen Substanzen zu fördern.

Prof. Oliver Kurzai
Prof. Oliver Kurzai

Coronastudie in Würzburger Kindergärten

Im Herbst 2020 startet eine neue Studie, an der mehr als 800 Kinder im Kindergartenalter teilnehmen. Sie soll dazu beitragen, einen sicheren und kontinuierlichen Betrieb der Kinderbetreuung in Coronazeiten zu ermöglichen. Sie wird im Rahmen von InfectControl vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

„Wenn die Ergebnisse der Studie im Frühsommer 2021 vorliegen, können wir konkrete Aussagen zur Akzeptanz unter den Teilnehmern und zur praktischen Durchführbarkeit der verschiedenen Konzepte treffen. Außerdem wird es möglich sein, deren konkrete Kosten zu berechnen“, so Prof. Oliver Kurzai, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Universität Würzburg und Wissenschaftlicher Geschäftsführer von InfectControl. Er ist einer der Initiatoren der Studie.

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beteiligte InfectControl-Standorte: Würzburg

 

 

Prof. Daniela Gröschke
Prof. Daniela Gröschke

Kommunikation im Ernstfall - Leitfaden für Krankenhäuser

Für Krankenhäuser und medizinisches Personal sind Infektionskrankheiten aufgrund der Ansteckungsgefahren immer eine große Herausforderung. Strategische Kommunikation ist gerade bei den Krankenhausmitarbeitern auf allen Ebenen wichtig, um Ängsten und Unsicherheiten im Umgang mit Verdachtsfällen vorzubeugen und im Ernstfall schnell und professionell handlungsfähig zu sein.

Innerhalb des InfectControl-Projekts EKOS analysierten Sozialforscherinnen und -forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena, was Krankenhausmitarbeiterinnen und -mitarbeiter motiviert, trotz einer existentiellen und bedrohlichen Lage zur Arbeit zu gehen. Sie untersuchten wahrgenommene Risikofaktoren sowie wichtige Rahmenbedingungen für resilientes Verhalten für einen bis dahin noch hypothetischen Fall wie Covid-19.

Projektleiterin Prof. Daniela Gröschke und ihr Team EKOS eheben nun die Resilienz in der Covid-19-Pandemie bei Klinikmitarbeiter/innen in Deutschland mit einer flächendeckenden, quantitativen Online-Befragung und passen den bereits entwickelten Kommunikationsleitfaden auf die aktuelle Corona-Pandemie an.

>> Weitere Informationen zur quantitativen Online-Befragung

>> Projektleiterin Prof. Gröschke im Interview über Krisenkommunikation in Krankenhäusern und Resilienzförderung

 

beteiligte InfectControl-Standorte: Jena - Berlin

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter
Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas
C. Mettenleiter

Das wahrscheinlichste Reservoir für das SARS-CoV-2 ist die Fledermaus - Hintergrundinformationen über Zoonosen

Das neuartige Coronavirus, das die Atemwegserkrankung COVID-19 auslöst, ist vom Tier auf den Menschen übergegangen. InfectControl-Vorstandsmitglied und Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Prof. Mettenleiter, erklärt in einem ausführlichen Interview, woher das neuartige Coronavirus kommt und ob wir in Zukunft noch häufiger mit Zoonosen zu kämpfen haben.

“Biologisch gesehen ist der Mensch Teil des Tierreichs. Deshalb können Erreger, die sich zwischen Tieren ausbreiten, auch auf den Menschen übergehen und Infektionskrankheiten auslösen – sogenannte Zoonosen. Das sehen wir sogar ziemlich häufig. Bei den neu auftauchenden Infektionen beim Menschen sind mehr als drei Viertel auf einen tierischen Ursprung zurückzuführen – so wie auch COVID-19.”

>> Prof. Mettenleiter im Interview über Zoonosen

beteiligte InfectControl-Standorte: Greifswald - Jena - Braunschweig

 

Dr. Wolfgang Sunder
Dr. Wolfgang Sunder

Infektionspräventive Patientenzimmer - Kann eine neue Raumplanung Infektionen in Kliniken verhindern?

Welche Bakterien leben auf den Oberflächen in Patientenzimmern? Kann eine neue Raumplanung Infektionen in Kliniken verhindern? Im InfectControl-Projekt KARMIN beschäftigten sich Architekten der TU Braunschweig zusammen mit Molekularbiologen des Universitätsklinikums Jena sowie Medizinern der Charité Universitätsmedizin Berlin genau damit. Gemeinsam mit einem bayerischen Unternehmen entwickelten die Projektpartner einen Prototyp für ein infektionspräventives Patientenzimmer.

Projektleiter und Architekt Dr. Wolfgang Sunder vom Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen der TU Braunschweig erklärt die Hintergründe zum Projekt und betont mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie die Relevanz des Prototyps.

>> Projektleiter Dr. Wolfgang Sunder beschreibt im Interview Details des infektionspräventiven Patientenzimmers

beteiligte InfectControl-Standorte: Braunschweig – Berlin – Jena