Management von Pilzinfektionen bei zunehmender Azolresistenz

 

Vorhabenlaufzeit: 12.2015-11.2018

Schimmelpilze verursachen bei immunsupprimierten Patienten lebensbedrohliche Infektionen und hohe Kosten. Vergleichbare Probleme bestehen bei Vögeln, wo invasive Mykosen zu den häufigsten Erkrankungen zählen. Trotz steigender Fallzahlen sind die diagnostischen Möglichkeiten völlig unzureichend. Seit kurzem treten zudem Resistenzen gegen wichtige Antimykotika auf. Mögliche Ursache ist der weit verbreitete Einsatz ähnlicher Substanzen im Pflanzenschutz. Im Unterschied zur Antibiotikaresistenz erscheint jedoch eine Ausbreitung der Resistenz bei Pilzen noch vermeidbar.

In dem Projekt FINAR erfassen Phytopathologen, Veterinärmediziner und Infektionsbiologen dazu erstmals systematisch die Resistenzselektion, analysieren die klinische Relevanz und entwickeln strategische Konzepte zur Verhinderung der Ausbreitung von Resistenzen. Auf dieser Datenbasis wird ein neuer diagnostischer Test entwickelt, der es erlaubt Schimmelpilzinfektionen schnell zu erkennen und klinisch relevante Resistenzen zu detektieren.

Beteiligte Partner:

  • Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Jena) (Koordinator)
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Universität Leipzig
  • Biotype Diagnostic GmbH (Dresden)